MARTIN STEGNER       VIOLA


Vater war sein erster Lehrer. Von ihm erhielt Martin Stegner mit acht Jahren den ersten Geigenunterricht. Nach dem Studium an der Mannheimer Musikhochschule bei Roman Nodel wechselte er zur Bratsche und ging dann 1992/93 an der Orchesterakademie der Berliner Philharmonikern die Lehre. Sein erstes Engagement führte ihn 1993 als 1. Solobratscher zum Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, drei Jahre später wechselte er zu den Berliner Philharmonikern. Er konzertiert als Solist und Kammermusiker im In- und Ausland und veröffentlichte mehrere Klassik CDs unter anderem mit Liedbearbeitungen Robert Schumanns.

Seit seiner Jugend ein Liebhaber von Jazz, spielte er in diversen Formationen auf vielen Festivals und trat unter anderem mit Herbie Mann; Nils Landgren und Wynton Marsalis auf. Unvergessen ist sein Auftritt im Rahmen des Sylvesterkonzertes der Berliner Philharmoniker 2003 mit Dianne Reeves. Mit vier Kollegen gründete er 1999 die Berlin Philharmonic Jazz Group, 2008 dann BOLERO BERLIN.

Er war häufiger Gast bei Projekten mit Roger Willemsen und arbeitet eng mit der  Band Cyminology zusammen, aus der auch eine Production für ECM hervorging.

MANFRED PREIS        KLARINETTE und SAXOFON


Nie im Leben hatte er daran gedacht, Bassklarinette zu spielen. Doch dann war bei den Berliner Philharmonikern eine Stelle als Bassklarinettist ausgeschrieben. Manfred Preis, Absolvent der Münchner Musikhochschule und der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker sowie Klarinettist des Radio-Symphonie-Orchesters Berlin, bewarb sich darauf - und wurde angenommen. Seither liebt er das tiefe Holzblasinstrument. Manfred Preis engagiert sich jedoch nicht nur im Orchester sondern auch kammermusikalisch, beispielsweise als Karinettist im Trio Berlin, bei den Bläsern der Berliner Philharmoniker und in diversen Kammermusikgruppen. Außerdem ist er seit Jahren ein gefragter Saxophonist. Als Pädagoge arbeitet er unter anderem an der Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg und mit internationalen Jugendorchestern.

HELMUT NIEBERLE        GITARRE


Helmut Nieberle gehört zu den versiertesten Mainstream-Jazzgitarristen Deutschlands und ist einer der seltenen 7-String Gitarristen. Er hat zunächst an der Jazz-School in München, dann am Berklee College in Boston sein profundes Wissen und Können erworben. Hervorzuheben sind aber vor allem die Workshops weltbekannter Jazzgitarristen: Barney Kessel, Eddie Marron, Herb Ellis, Joe Pass; Jim Hall, Attila Zoller, Peter Leitch, Karl Ratzer u.a.

1991 erhielt er den bayerischen Kulturförderpreis für Jazzgitarre.

Die Bandbreite von Helmut Nieberles musikalischem Wirken spiegelt sich zum einen im eigenen Spiel als Solist oder als Begleitmusiker, zum anderen aber auch in den Bands und Formationen, für die er als musikalischer Leiter immer wieder neue Programme erarbeitet und neben Eigenkompositionen auch alle Arrangements schreibt.Helmut Nieberle war mehrfach Künstler beim Philharmonischen Salon.


RAPHAEL HAEGER        KLAVIER


Bereits mit vier Jahren begann Raphael Haeger auf Vaters Instrumenten zu spielen und bekam auch bald Unterricht in Schlagzeug und Klavier im schwäbischen Tuttlingen, wo sich sein Elternhaus befand. Mit elf wurde Raphael Haeger Drummer einer Rockband, mit 18 wurde er in die Schlagzeugklasse von Prof. Franz Lang an der Staatl. Musikhochschule Trossingen aufgenommen.

Schon während des Studiums wurde Raphael Haeger vom Nationaltheater Mannheim als Orchestermusiker engagiert, wo er zehn Jahre neben Opern und Sinfoniekonzerten auch Künstlerischer Leiter der Konzertreihe „Jazz in der Oper“ war und regelmäßig Musik für das Schauspiel schrieb. 2004 ging er dann als Schlagzeuger zu den Berliner Philharmonikern, wo er sich bis heute neben Konzerten, Aufnahmen und Tourneen weltweit im Rahmen des Projektes Zukunft@b-phil in Jugendprojekten engagiert.

2012 schloss er ein Masterstudium im Fach Orchesterdirigieren an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin ab und leitet seit 2011 als Dirigent das Leipziger Universitätsorchester.

ESKO LAINE        KONTRABASS


Ursprünglich spielte er Cello. Als er dieses Instrument aufgeben wollte, meinte der Direktor der Musikhochschule, er solle es doch mit dem Kontrabass versuchen. So nahm Esko Laine mit 13 Jahren Kontrabassunterricht bei Jussi Javas am Konservatorium Hyvinkää. Gerade 18jährig wurde er Mitglied des Nationalopernorchesters in Helsinki und trat als Solist mit dem Finnischen Rundfunk-Sinfonieorchester auf. Von 1982 bis 1985 folgten weitere Studien an den Musikhochschulen in Frankfurt/M, Genève und an der Menuhin Academie in Gstaad. Seit 1999ist er Solobassist der Berliner Philharmoniker.  Esko Laine hat mehrere Orchesterkonzerte und Kammermusikwerke für Kontrabass uraufgeführt, die auf seine Anregung hin komponiert wurden. Der gefragte Dozent für Meisterkurse und bei renommierten Nachwuchsorchestern unterrichtet seit 2000 auch an der philharmonischen Orchester-Akademie und hat eine Professur an der Musikhochschule „Hanns Eisler“ Berlin.

Daniel „TOPO“ GIOIA         PERCUSSION


Daniel „Topo“ Gioia, in Rosario/Argentinien geboren, begann mit 15 Jahren seine autodidaktischen Studien der Perkussion. 1973 siedelte er nach Spanien über, wo er zwei Jahre in Madrid und Barcelona mit verschiedenen argentinischen und anderen südamerikanischen Besetzungen auftrat. Elf Jahre lang arbeitete er mit dem Bassisten Hans Hartmann zusammen, mit dem er in ganz Europa auftrat. Parallel dazu spielte er mit Lydie Auvray. 1988 wurde er bester Congaspieler des „Latin-Percussions-Wettbewerb“ in Deutschland. Er spielt auf über 300 Schallplatten und CDs zum Beispiel mit Hendrik Meurkens, Ray Anderson, Ernie Watts, Mezzoforte, Ronaldo Folegatti, Klaus Hoffmann sowie Experimenti Berlin. Live-Auftritte machte er u. a. mit John Newton, Giora Feidman, Lalo Schifrin, Oreste Vilato und Raul Recow von „Santana“, Mikis Theodorakis, Maria Farantouri sowie Ray Anderson und dem US-amerikanischen Gitarristen Tino Gonzales. Auftritte führten ihn nach Japan, in die USA und in fast alle europäischen Länder, wobei die Jazz-Festivals von Pori (Finnland), Prag, Berlin, Rimini und Donaueschingen besondere Höhepunkte darstellen.

Seit 1999 ist er Dozent für Perkussion an der „Hanns-Eisler“ Hochschule in Berlin.

Bolero Berlin

the latin soul of the berlin philharmonic